Frauenunion

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Landtagsabgeordnete Birigt Heitland zu Gast bei der Frauen Union am Weltfrauentag – Teilhabe am Arbeitsmarkt schützt vor Altersarmut

 

Jährlich wird am 8. März der internationale Frauentag begangen. Es wird weltweit unterschiedlich gefeiert. In  manchen Ländern ist es ein Feiertag, oder am Nachmittag müssen Frauen nicht arbeiten gehen, in anderen Ländern bekommen die Frauen kleine Geschenke.

In Deutschland treffen sich Frauenorganisationen, politische Ausschüsse  oder auch private Gesprächsrunden.

Sehr oft  kommt die Aussage auf: „Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir noch keine Gleichberechtigung haben“.

 

Ist dem wirklich so? Was wurde bisher für Frauen erreicht, was nicht?

 

Die 1. Vorsitzende Patrizia Germann, lud für die FU Zwingenberg, zu einem Gesprächsabend ein. Naheliegend, dass man zu diesen Themen als Referentin Frau Birgit Heitland einlud. Nicht nur als Mitglied des Hessischen Landtages, sondern auch als engagierte Frau, die auch in Ehrenämtern in Zwingenberg und im Landkreis tätig ist.

Frau Heitland konnte aufgrund ihrer aktuellen Tätigkeit im Hessischen Landtag sehr dezidiert informieren, in welchen Themen die CDU geführte Landesregierung Maßnahmen ergriffen hat, um Frauen zu unterstützen.

So liegt ein dringlicher Entschließungsantrag der Koalition vor, mit vielfältigen Maßnahmen, um der Altersarmut von Frauen entgegen zu wirken. Mit diesen Maßnahmen soll eine aktive Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht werden.

 

 

Beitragsfreistellung in den Kindergärten für Kinder ab 3 Jahre

 

Durch dieses Gesetz sparen Familien pro Kind im hessischen Durchschnitt ca. € 5.000,-- in den 3 Kindergartenjahren, so Birgit Heitland. Dieses Gesetz bringt die finanzielle Entlastung, aber auch damit verbunden die Freiräume für Frauen, sich wieder in die Arbeitswelt einzugliedern, ohne Sorge haben zu müssen, dass es den Kindern an etwas mangelt. Denn zusätzlich wird auch in die Qualität in den Einrichtungen  investiert. Die bisherige Pauschale von € 100,-- pro Kind/ pro Jahr wird sukzessive bis 2020 auf € 300,-- erhöht.

 

 

Investitionen in Pflege und Bildung solide finanziert

 

Ein weiterer Gesetzesentwurf aus der CDU Fraktion betrifft die Änderung des Hessischen Altenpflegegesetzes. Dadurch soll der Zugang für den Beruf Altenpfleger-/In erweitert  werden, sodass bei gleichbleibender Qualität mehr Menschen dies erlernen können. Da in vielen Familien die Pflege immer noch eine „Frauenaufgabe“ darstellt, soll damit mehr Möglichkeiten entstehen, um externe Hilfestellung zu bekommen. Außerdem gibt es in diesem Beruf schon erheblichen Personalmangel, dem dringend Abhilfe zu schaffen ist.

Mit einem Blick auf die Bundespolitik weist  Heitland darauf hin, dass im Koalitionsvertrag auch entsprechend die Schaffung von mehr Stellen verbindlich verankert ist.

 

Allgemein zeigt sie auf, dass das Land stark in die Sicherheit investiert, ebenso in die Bildung. So besteht in Hessen aktuell eine 105 %ige Lehrerversorgung,

 

Trotz all diesen Mehrkosten ist es gelungen, den Doppelhaushalt 2018/2019 ohne neue Schuldenaufnahme zu verabschieden. Darüber hinaus werden  auch noch jährlich Altschulden getilgt. Damit ist eine solide Finanzierung für die Projekte gegeben, verdeutlicht Birgit Heitland.

 

Viel getan, viel zu tun

 

Im Anschluss diskutierten die Teilnehmerinnen noch lange über die jetzige Situation der Frauen in der Gesellschaft.

Nach wie vor gibt es immer noch keine Gleichbehandlung bei Lohn und Gehalt. Es gibt immer noch „traditionelle“ Frauenberufe und Frauenaufgaben. Auch ist es so, dass in manchen Berufen Frauen ab einer bestimmten Leitungsposition nicht mehr vorhanden sind. Dies liegt nicht nur daran, dass es keine qualifizierten Frauen gibt, sondern oft daran, dass doch immer noch Männer bevorzugt werden.

Es wurde auch verdeutlicht, dass manche Berufe für Frauen „Hemmschwellen“ darstellen und man hier über Konzepte nachdenken müsste, damit diese abgebaut werden können.

 

Auch das Wahlrecht, für welches Frauen gekämpft haben und ihnen vor 100 Jahren eingeräumt wurde, war ein Diskussionspunkt.

 

Wichtige Veränderungen entstanden in den letzten Jahren durch die mögliche Krippenbetreuung der Kinder unter 3 Jahren, sowie dem gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz.

 

Eine recht „junge“ Möglichkeit ist, dass auch Väter in Elternzeit gehen können. Jedoch wird dies am Arbeitsmarkt häufig kritisch gesehen.  Es gibt immer noch Firmen, die die Elternzeit von Vätern nicht gerne sehen. Daher verzichten manche Männer darauf, da sie Angst vor Nachteilen haben. Somit sind es meistens Frauen, die die Elternzeit in Anspruch nehmen, und den Kindern zuliebe auf den beruflichen Werdegang verzichten.

 

Am Ende wurde einmütig festgestellt:

 

Es wurde Vieles erreicht, es wird Vieles umgesetzt, aber es muss noch Vieles getan werden,

wobei das Umdenken der Gesellschaft die Aufgabenstellung für  jeden Einzelnen in seinem Lebensbereich ist.

 

FU informiert sich über die Arbeit des Frauenhauses

 

Kürzlich trafen sich Mitglieder des FU Vorstandes mit Frau Klein, der ersten Vorsitzenden des Vereins Frauenhaus Bergstraße e.V, um sich über die Arbeit des Frauenhauses zu informieren. Frau Klein und Ihre Kolleginnen freuten sich sehr über das Interesse der FU an der Arbeit des Frauenhauses.

 

Im Juni 2018 existiert das Frauenhaus Bensheim 30 Jahre. In Hessen gibt es insgesamt 33 Häuser. Es gibt unterschiedliche Finanzierungen der Beratungsstellen. So werden  in Lampertheim die Räumlichkeiten von der Stadt bezahlt. In Bensheim muss es der Verein bezahlen.  Dieser wurde  1987 gegründet.

 

In Bensheim stehen mittlerweile 32 Betten mit 11 Zimmern zur Verfügung. Die Erweiterung von 24 auf 32 Betten wurde ohne Erweiterung des Personals umgesetzt. Dies kann man anders nicht finanzieren. Da es sich um Menschen handelt, die viele Arten von Gewalt erlebt hat, ist die therapeutische  Betreuung sehr hoch. Dies betrifft Mütter und Kinder gleichermaßen.

 

Der Verein Frauenhaus Bergstraße e.V. ist nicht nur der Träger des Frauenhauses und der damit verbundenen Beratungsstelle. Er ist auch für die gesamte Geschäftsführung zuständig. Der Verein umfasst ca. 100 Mitglieder. Die Beiträge fließen in die Arbeit des Frauenhauses ein.

 

Die Finanzierung erfolgt in erster Linie durch öffentliche Mittel des Landes, die durch den Kreis Bergstraße ausbezahlt werden. Dieser erhält die Mittel zweckgebunden. Der Betrag wird vom Kreis durch einen Zuschuss für die Personal- und Sachkosten aufgestockt.

 

Die Gelder sind jedoch keineswegs ausreichend. Anpassungen erfolgten seit längerem nicht mehr,  sodass die Kostensteigerungen (z.B. auch im Tarifbereich) die Arbeit deutlich erschweren. Man ist stark auf Spenden angewiesen. Festgestellt wurde, dass Spenden aber meist vorrangig für Kinder eingehen, weniger für das Frauenhaus und die damit verbundene Kernarbeit.

 

Frau Klein weist darauf hin, dass sie es prima fände, wenn die Frauen parteiübergreifend sich für das Frauenhaus und dessen Arbeit einsetzen würden. Sie macht deutlich, dass es um Frauen und Kinder geht, also den meist schwächeren Teil in der Gesellschaft. Aber sie sagt auch, dass sie über jedes Interesse froh und dankbar ist und sich zusammen mit dem Team auch über den Besuch der FU Zwingenberg sehr freut. Frau Klein leistet sehr viel Öffentlichkeitsarbeit und  nutzt jede Möglichkeit, das Thema in die Öffentlichkeit zu bringen und hält auch gerne Referate dazu ab. Die Mitarbeiterinnen des Teams waren ebenfalls zu unserem Termin anwesend und erzählten über ihre Arbeit und die Probleme, die bei den Kindern und Frauen vorhanden sind. Diese sind vor allem die Beengung im Haus, fremde Familien und andere Kulturen müssen auf engem Raum zusammen wohnen, sich Küchen und Wohnräume teilen.  Stolz ist man auf den Garten, der sich am Haus befindet. Der wird gerne für die Freizeit, aber auch zum Bepflanzen genutzt.

 

Das Haus ist schon älter und es stehen etliche  Renovierungen an. Derzeit ist ein größerer Sanierungsrückstau  vorhanden.

 

Insgesamt wäre ein größeres Objekt notwendig. Aber es gibt fast niemand, der ein Frauenhaus als Mieter möchte, oder zu horrenden Kosten.

 

Die Liste in Hessen für Frauen und Kinder, die Hilfe benötigen, ist groß und die Tendenz steigend. Teilweise ist dies auch  auf die familiären Probleme der Flüchtlingsfamilien zurückzuführen.  Allgemein ist die Dunkelziffer aber sehr hoch, da es lange Zeit dauert, bis sich Frauen dazu entschließen können, den Weg ins Frauenhaus zu gehen.

 

Es wurde in 2016 auch eine Beratungsstelle errichtet. Leider ist der Raum hier nicht so günstig gelegen. Es ist sehr dunkel und man muss die Treppen hinauf. Es ist schon so, dass manche Frauen dann die letzten Stufen nicht mehr hinauf, sondern einfach weg gehen.

 

Frau Klein bemängelt, dass in Hessen nur eine „Opferarbeit“, aber keine „Täterarbeit“ statt findet. Beides hängt zusammen und müsste aus ihrer Sicht auch gleich stark in den Blick genommen werden.

 

Derzeit ist das Frauenhaus voll belegt. Die Mitarbeiter sehen Probleme, Kinder kurzfristig in Kindergärten oder Tagesstätten zu bekommen. Für manche wäre dies sehr hilfreich, da sie am Heimatort solche besuchten und nun nicht nur abrupt aus der Familie, sondern auch aus diesem Umfeld heraus gerissen wurden. Ähnliche Probleme sieht man in der Integration dieser Kinden in den Schulen. In vielen Fällen weiß man auch nicht, wie lange die Familien überhaupt im Frauenhaus verbleiben. Das verstärkt die Problematik.

 

Fazit der FU Zwingenberg:

Die Mitglieder der FU sind von der Arbeit des Frauenhauses sehr positiv beindruckt. Die Arbeit empfanden alle als wichtig und müsste nach gemeinsamer Auffassung mehr unterstützt werden. Die einheitliche Meinung ist, dass sich die FU Zwingenberg hier dem Thema, welches durchaus politisch zu sehen ist, verstärkt  annehmen soll. Angedacht wurde, ob man zum Jahresende einen Vortag mit Frau Klein anbietet, um das Thema weiter zu verfolgen.

 

Termin:

Benefizkonzert  „Bergsträßer Künstlerinnen und Künstler spielen gegen Gewalt“. Am 12.11.2017 um 19.00 Uhr/ Parktheater.  Der gesamte Erlös kommt dem Frauenhaus zugute, da die Künstlerinnen &  Künstler keine Gage verlangen.

 

 

Veranstaltung zum Thema Pflegereform

 

Im gut besuchten Alten Amtsgericht. Als Referent konnten wir Hans Peter Kneip, der Leiter des Caritasheims in Bensheim herzlich willkommen heißen.

Am 13.5.2017 haben wir anlässlich des Muttertages vor der Bäckerei Germann Rosen an alle Muttis verteilt. Mit dabei war unsere Landtagsabgeordnete Birgit Heitland.

 

Nachmittags kam dann Frau Isolde Nees, Autrorin aus Darmstadt, zu uns und las uns einige spannende Passagen aus ihrem Roman "Der Schlangenkreis"

 

FU im Landtag

 

Die Frauen Union besuchte am 25.06.15 die Hessische Landeshauptstadt Wiesbaden. Nach einem gemeinsamen Mittagessen informierten sich die Damen über die Geschichte des Wiesbadener Schlosses und des Landtages. Im Anschluss nahm die Gruppe an einer Plenarsitzung teil. Der Tag wurde abgerundet mit einem Gespräch mit Landtagsabgeordneten Peter Stephan und Petra Müller-Klepper, MdL und Landesvorsitzende der Frauen Union Hessen. Im Fokus der Diskussion standen aktuelle bildungs- und umweltpolitische Themen.

 

Die Frauen-Union der CDU Deutschlands wurde 1948 gegründet und vertritt seither innerhalb und außerhalb der CDU jene Anliegen, die Frauen besonders wichtig sind.

 

Wir, die Frauen-Union Zwingenberg haben uns 1999 gegründet.

Frauenpolitik ist für uns eine Querschnittsaufgabe, die in alle Politikfelder hineinreicht.

Frauen müssen Politikinhalte mitbestimmen und sich in den Ergebnissen der Politikgestaltung wiederfinden.

 

Was für Zwingenberg längst eine Selbstverständlichkeit ist, gilt leider noch nicht überall !

 

Deshalb strebt die Frauen-Union die stärkerer politische Teilhabe von Frauen an.

 

Unser Ziel ist die partnerschaftliche Gesellschaft.

 

Gemeinsam haben Frauen in Deutschland viel erreicht:

 

Wahlrecht für Frauen

Verankerung der Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz

Frauen dürfen auch ohne Einwilligung ihres Ehemannes arbeiten

Seit 1986 wurden unter Regierungsverantwortung der CDU die Früchte des Engagements der Frauen sichtbar

 

Einführung von Erziehungsgeld, Erziehungsurlaub und Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten in der Rente

 

( hier glauben übrigens viele Menschen, es sei die SPD gewesen! Nein es waren die Frauen in der CDU die dies erreichten!!!)

 

Zweites Gleichberechtigungsgesetz mit Regelungen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur stärkeren Teilhabe von Frauen

in Gremien des Bundes und zur sexuellen Belästigung am Arbeitsplatz

 

1996 Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kindergartenplatz !

 

Vergewaltigung in der Ehe wird unter Strafe gestellt

 

Nachdem 1998 Rot/Grün die Regierungsverantwortung übernommen hatte, konnte 2001 die Abschaffung der Witwenrente verhindert werden

 

In Zwingenberg setzen wir uns gemeinsam mit unserer Mutterpartei, der CDU, für die Belange der Bürgerinnen und Bürger ein.

 

Hier einige Beispiele was wir bisher abgearbeitet haben:

 

Informationen zur Kommunalpolitik

 

Begehung der Zwingenberger Spielplätze gemeinsam mit Bürgermeister und Magistrat

 

Stadtrundführung, um Neubürgern unser Zwingenberg näher zu bringen

 

Besuch des Hessischen Landtags

 

Frauenfrühstück und Stammtische zu spezifischen Themen:

 

Bildungspolitik Familienpolitik Kommunal-/Bürgermeisterwahl, Kinderbetreuung Konzept Zwingenberg,Frauenbeauftragte im Kreis Bergstrasse

Podiumsdiskussion zum Thema Pflegeversicherung mit kompetenten Gesprächspartnern aus Politik, Gesundheitswesen, Versicherungsträgern und der Altenpflege.

 

Kinderfest zum Weltkindertag

 

und vieles mehr.....

 

Diese Palette lässt sich beliebig erweitern.

 

Neugierig geworden?

 

Unsere Adressen finden Sie unter der Rubrik Personen/ FU auf unserer CDU Homepage.

 

Wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme.

 

Bis dahin grüßt Sie ganz herzlich

 

Ihre

 

Frauenunion Zwingenberg